Ing wer?

 

Ingwer – der Tausendsassa unter den Gewürzen. Geliebt, gehasst, verehrt, verschmäht.

Hier gehen die Geschmäcker so richtig auseinander. Auch ich muss gestehen, es gab da

einen Vorfall in den frühen 70er Jahren, als meine Mutter Weihnachten die damals ultimative Vorspeise kredenzte: Schildkrötensuppe mit Ingwersahne. Von der Suppe will ich gar nicht reden, damals war man da noch ahnungslos. Aber das Topping bestand aus Sahne mit Ingwerpulver aus der Tüte und hat mich bis heute geprägt. Es war so ziemlich das schlimmste, was ich jemals gegessen habe und es hat mich gut 35 Jahre schreiend und mit wehenden Haaren vor jeder Ingwerwurzel davon laufen lassen.

Bis ich wegen einer ziemlich schlimmen Erkältung einen frischen Ingwertee mit Honig trank –

ahnungslos, dass es überhaupt Ingwer war. Seitdem bin ich besessen von dieser Wurzel.

Sie wird gekocht, getrunken, gerieben. Wer denn eine gewisse Schärfe in den Gerichten und

auch den Getränken zu schätzen weiß, kommt sowie nicht um das vielseitige Gewürz herum. In der asiatischen Küche ist der Ingwer sowieso nicht wegzudenken.

Im Sommer: Frischer Ingwersaft, Zitronenwasser, Minze oder Verbene, ein wenig Honig oder Agavendicksaft (Rohrzucker geht auch, muss man halt auflösen) werden zu einem erfrischenden Eis am Stil.

Im Winter: das Selbe, nur in Heiß und ohne Stil. Wer auf einen gewissen Stil dennoch nicht verzichten möchte:

Die Mischung ist natürlich wie gemacht für die EVE (mit oder ohne Cooler) oder zur heißen Zubereitung in der FLOWTEA für unterwegs, z.B. einem Sonntagspaziergang im verschneiten Wald….

Meine Erfahrung: wer viel Ingwer zu sich nimmt, wird weniger krank. Stimmt zwar nicht, is aber so!